Nathalie Penquitt

Nathalie Penquitt & Lukka

Nathalie Penquitt & Lukka

Ein Leben ohne Pferde – undenkbar. Pferde spielen seit ĂŒber 30 Jahren eine große Rolle in meinem Leben. Schon als kleines Kind entdeckte ich meine Leidenschaft fĂŒr sie. Zum GlĂŒck stieß ich damit bei meinen Eltern auf offene Ohren. Mein Vater ging mit mir reiten, grĂŒndete Vereine, engagierte sich fĂŒr eine bessere Pferdehaltung und suchte nach Alternativen fĂŒr pferdefreundlicheres Reiten. Krankheiten zwangen ihn zu Pausen in der praktischen AusĂŒbung dieses Hobbys, aber dann beschĂ€ftigte er sich mit der Theorie und las viele Schriften der alten Reitmeister. Davon habe auch ich profitiert. Mein Interesse fĂŒr diese Art des Reitens war geweckt. So stießen wir vor langer Zeit auf den heute so bezeichneten Papst der barocken Reiterei, Richard Hinrichs. Viele effektive Lehrstunden bei ihm haben meine Reiterei bis heute geprĂ€gt.
In den Ferien durchquerten mein Vater und ich auf langen Wanderritten weite Teile Deutschlands. Dabei lernten wir die Vorteile eines Westernsattels sehr zu schÀtzen.
WÀhrend eines Urlaubs entdeckte ich eine weitere Leidenschaft von mir: Ein kleiner Wanderzirkus hatte es mir angetan, er gastierte an unserem Urlaubsort. Es entstand ein freundschaftliches VerhÀltnis und wir sahen viele Vorstellungen. Seitdem beschÀftige ich mich intensiv mit zirzensischen Lektionen.

Schon frĂŒh in meiner Schulzeit antwortete ich auf die berĂŒhmte Frage, was ich einmal werden wolle, mit „TierĂ€rztin“. Das hat insofern geklappt, dass ich den Doktortitel der VeterinĂ€rmedizin erlangt habe. Das Studium habe ich grĂ¶ĂŸtenteils mit dem Unterrichten von Reitern und Pferden finanziert. So kam es letztlich, dass meine Arbeit sich heute vorwiegend mit gesunden Tieren beschĂ€ftigt. Mein medizinisches Hintergrundwissen hilft mir aber auch jetzt in vielen FĂ€llen weiter.

Ein Pferd hat mich in vielen entscheidenden Momenten meines Lebens begleitet. Der Shagya-Araber „Lucky“ ist sicher vielen noch von seinen zahlreichen Auftritten mit mir in Erinnerung. Er ziert das Cover meines ersten Buches ĂŒber Zirkuslektionen. Mit ihm lernte ich bei Richard Hinrichs viele Feinheiten der klassischen Dressur bis hin zu Einerwechseln im Galopp. Er begleitete mein Erwachsenwerden.

Nathalie Penquitt & Mezzo

Nathalie Penquitt & Mezzo

Irgendwann stand fĂŒr mich fest: SpĂ€testens wenn ich 40 bin, möchte ich mit meinen Tieren zusammen wohnen. Zum GlĂŒck habe ich es schon frĂŒher geschafft. Ich konnte mein Hobby vollends zum Beruf machen und andererseits mein Hobby trotz Engagement im Beruf weiter ausĂŒben. Das Ergebnis sehen Sie hier. FĂŒr mich ist es das gelebte Motto: TrĂ€ume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum.

Noch bin ich lange nicht am Ziel. Reiterlich möchte ich mich stets weiterbilden. Dabei hilft auch mir Unterricht bei anderen Lehrern. Weiterhin interessiere ich mich sehr fĂŒr gute Didaktik sowohl dem Pferd als auch dem Menschen gegenĂŒber. Es gibt noch unendlich viel zu lernen, aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.